500 Jahre Hilgen

Der farbenprächtige historische Umzug war am Sonntag der Höhepunkt des Festjahres zum 500-jährigen Bestehen Hilgens. Auch beim Jubiläumsball gingen die Bürger in Trachten auf eine vergnügliche Zeitreise durch die Dorfgeschichte.

Festumzug Sonntag

Burscheid - Das Herz von Hilgen sind seine Menschen. Namentlich der aus der Bürgerschaft entstandene Initiativkreis mit seinen vielen Helfern auch aus unserer Turngemeinde Hilgen sorgte am Wochenende mit dem Jubiläumsabend am Samstag und dem prächtigen Festumzug am Sonntag für den Höhepunkt des Festjahres zum 500-jährigen Bestehen Hilgens.

Mit Herz, Esprit und Erfindungsreichtum setzte sich der historische Umzug kurz nach 14.30 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Bewegung. Vorne weg der beliebte Bezirksbeamte Ralf Heider zu Fuß und Bürgermeister Stefan Caplan mit einer Vertreterin des Initiativkreises in einer Kutsche. Hans-Jürgen Engelbracht saß in historischem Kostüm in einer alten Schubkarre, gefolgt von den Hilgener Schützen von 1923.

Party am Straßenrand

Dicht gedrängt und jubelnd standen die Hilgener und Burscheider Bürger mit Kind, Kegel und Hunden entlang des Zugweges.

Der führte über Bechhausener Straße, B 51 und Witzheldener Straße zur Max-Siebold-Halle. Überall waren Biertische aufgestellt, herrschte Partystimmung, gab es Hochrufe für die pfiffige „Bergische Kaffeetafel“ sowie die Abteilung aller Kindergärten mit ihren hübschen Kostümen. Die „Kleinen Strolche“ waren als Ritter verkleidet. Die zahlenmäßig größte Gruppe stellte die Ernst-Moritz-Arndt-Schule.

Die christlichen Kirchen, vorneweg die Pfarrer Annerose Frickenschmidt, Matthias Pausch und Gerhard Schauen, fügten sich farbenfroh in den Lindwurm ein. Die Tänzerinnen von „Diwan El Shark“ nahmen begeisterte Komplimente ebenso entgegen wie unsere Sportler der Turngemeinde Hilgen mit ihren Rad schlagenden Mädchen an der Spitze, den Judokas, den Erwachsenen von Handball und Turnen und den „Bergischen Panthern“ im Schlepptau. Leider mussten viele Veriensmitglieder zu Spielen, allen voran die Fußballer. Hauptsächlich aus dem eigenen Theaterfundus erstanden die Frauen um die Kaltenherberger Heimatfreunde ihre eleganten Kleider aus dem 19. Jahrhundert - Helga Coen, Margret Vogel, Waltraud Küpper und ihre Freundinnen waren kaum wieder zu erkennen. Franz-Josef Schmitz ging als alter Hilgener Bauer mit seinem vielbelachten „Ri-Ra-Runkel-Karren“ mit.

Das Finale bildete die historische Kutsche mit dem hoheitsvoll winkenden „Großfürsten“, Waltraud Küppers Neffe Thorsten. Die Fürstin selbst trug ein geradezu herrschaftliches Kleid aus 16 Metern Seide. Schöner kann sich ein viele Jahre vernachlässigtes und nicht aufgeblühtes Straßendorf nicht feiern.

Samstagabend "Hilgen feiert Hilgen"

Das hatte es auch bereits am Samstag beim Jubiläumsabend „Hilgen feiert Hilgen“ getan, der viele Gäste auch aus angrenzenden Kommunen anlockte. Nach sehr persönlichen Worten unter anderem von Eggert Schiffler, Stefan Caplan und Bundespolitiker Wolfgang Bosbach feierte das Publikum in der Max-Siebold-Halle ein rauschendes Fest bis in die tiefe Nacht. Mit dabei der Orchesterverein Hilgen, de „Palm Beach Band“, Zeitreisen, Sketche und Karnevalist Martin Schopps, Aktionskünstler Norbert Bechler, Rapper Tobias Driesslein und die „Nachtgestalten“ vom Schützenverein Hilgen.

Aber all dies wäre nicht möglich gewesen ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wie z.B. unserem Mann für alles "Obermacker" Achim oder auch die Organisatoren, die schon seit über einem Jahr dieses Wochenende planten.

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