1904 - 2014 - 110 Jahre Turngemeinde Hilgen 04 e.V. -

Kurzchronik von Eggert Schiffler

Der Hilgener Turnverein 1880 - 1899 (Vorläufer der Turngemeinde Hilgen) 1880 wurde der „Hilgener Turnverein“ ins Leben gerufen.

1883 nahm der Verein an dem 1. Turntest, welches in Burscheid „in dem alten Schützenzelte“ an der Höhestraße stattfand, teil. In einer Stärke von etwa 120 Mann
marschierten die „Blau-Weißen“ Hilgener Turner mit Musik an und es gelang ihnen, mit ihrer vorzüglichen Haltung dort sogleich den 1. Preis zu erringen.

1884 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Vorsitzender Albert Schmitz,
Turnwarte Otto Schlüter und Albert Berger,
Schriftwarte Gerhard Ring und August Ackermann,
Kassenwarte Albert Öchler und Wilhelm Selbach,
Rüstwarte Richard Schmitz und M. Rahles
und dem Fähnrich Fr. Pankoke.

Ein Teil dieser Mitglieder wird wohl auch als Gründer anzusprechen sein, vor allem Otto Schlüter, der, von wahrem Turneifer beseelt, einmal im Notfall sein Köfferchen
im Vereinslokal stehen ließ, über die Höfe lief und die Leute zum Turnen holte.

1892 erlebte der Verein einen Höhepunkt, als in Hilgen ein Gaufest des Bergischen Gaues abgehalten wurde.

Danach litt der Verein unter dem Ausscheiden tatkräftiger und zielbewusster Leute im Vorstand. Die Bindung an den Gau und ein Verbot zur Teilnahme an Veranstaltungen
sogenannter wilder Turnvereine wurde in Folge als lästige Fessel empfunden, die 1899 das Ausscheiden aus dem Gauverband zur Folge hatte.

Damit war das Schicksal des Hilgener Turnvereins besiegelt und die Vereinstätigkeit kam zum Erliegen.

1899 fiel der Verein auseinander.

1904 waren es in der Hauptsache ehemalige Mitglieder des „Hilgener Turnvereins“, der von 1880 bis 1899 bestand, die die Turngemeinde Hilgen gründeten.

1. Vorsitzender wurde Ernst Güldner, Rektor an der Schule in Hürringhausen.

1905 wurde der Turnbetrieb in einem dazu umgewandelten Heuboden der Witwe Wirths durchgeführt, wo auch das erste Turnfest des neuen Vereins veranstaltet wurde.
Der Erfolg blieb nicht aus und brachte die Turngemeinde in kurzer Zeit auf eine Stärke von 45 Mitgliedern.

1918 wurde nach dem 1.Weltkrieg mit 23 Turnern und 18 Turnerinnen auf dem Saale von Friedrich Hirschfelder (heute Gaststätte „Zur Post“) der Turnbetrieb
wieder aufgenommen.

1922 Dank der Opferwilligkeit der Turner und der Hilgener Mitbürger konnte der Verein eine Fahne anschaffen, deren Einweihung zugleich mit der Weihe
eines Jugendwimpels auf dem Stiftungsfest im Juli 1922 in feierlicher Weise stattfand.

Der schlimmste Zeitabschnitt der Geldentwertung ging auch an der Turngemeinde nicht ganz spurlos vorüber.

Ein Überschuß von „drei Millionen“, den das Stiftungsfest erbracht hatte, musste zur besseren Wertbeständigkeit in Mehl angelegt werden.

1924 Ein besonderes Ereignis war die Einweihung des neu geschaffenen Sportplatzes an der Eisenbahn am 23. Sept. 1924 durch Bürgermeister Schmidt.

1927 Max Siebold, Rektor der Volksschule Hilgen, wird 1.Vorsitzender.

Gründung der Handball-Abteilung

1929 Das 25jährige Bestehen des Vereins wird in Verbindung mit einem Gauturnfest und einem großen Umzug feierlich begangen.

1945 Nach dem Ende des 2. Weltkrieges konnte am 1. September 1945 der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden.

1946 Pfingst-Montag wurde zum ersten Mal das, später weit über die Grenzen des Bergischen Landes bekannte, Feldhandball-Blitz-Turnier
„Rund um Schloß Burg“ durchgeführt.

1953 Am 17. März verstarb Max Siebold.

In ehrendem Angedenken an Max Siebold, der lange Jahre Vorsitzender des Vereins war und auch dem Bergischen Turngau vorstand, wurde die Sporthallein
Hilgen nach seinem Namen benannt.

1954 Ein halbes Jahrhundert besteht nun schon die Turngemeinde Hilgen. Mit einem großen Fest wurde das Vereinsjubiläum gefeiert

1959 Die I. Handballmannschaft steigt in die höchste deutsche Spielklasse auf.

1968 Der Fußballverein Hilgen beantragt die Eingliederung in die Turngemeinde Hilgen und wird mit Wirkung 1. Januar 1969 als Abteilung aufgenommen.

1976 Das Jahr begann mit einem schweren Schlag für die Turngemeinde. Am 25. Januar verstarb unser 1. Vorsitzender Kuno Hendrichs. Kuno Hendrichs hat dem
Verein 17 Jahre vorgestanden und gleichzeitig das Amt des Geschäftsführers wahrgenommen. Von 1971 bis 1974 war er auch Vorsitzender des Stadtsportverbandes.
Die Sportanlage in Hilgen trägt ihm zu Ehren seinen Namen.

Nachfolger als 1.Vorsitzender der Turngemeinde wird Werner Birkenbeul.

Dez. 1976 Einweihung der Max-Siebold-Sporthalle in Hilgen.

1977 Der vereinseigene Sportplatz wird an die Stadt verkauft.

Die Handball-Abteilung begeht 50jähriges Bestehen. Damen-Handball wird gegründet.

1979 Auch das 75jährige Vereinsjubiläum wird mit sportlichen und geselligen Aktivitäten gefeiert.

1987 Die Handball-Abteilung geht eine Spielgemeinschaft mit TUS Niederwermelskirchen ein.

1989 Aufstieg der I.Herren-Handballmannschaft in die Oberliga.

1991 Werner Birkenbeul übergibt nach 15 Jahren die Vereinsleitung an Eggert Schiffler. Werner Birkenbeul wird durch die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1992 Überdachung des Vorplatzes am Sportplatzhaus in Eigenleistung

1994 90 Jahre TGH wird mit einem Sommerfest und einem großen Spielfest auf der Kuno-Hendrichs Sportanlage begangen.

1996 Aufstieg der I. Herren-Fußballmannschaft in die Bezirksliga.

1998 – 2002 Anbau an das Sportplatzhaus in Eigenleistung

1999 Horst Buttkus übernimmt von Eggert Schiffler den Vorsitz in der Turngemeinde. Die Fußball B-Juniorinnen (U16) werden im Rathaussaal in Bensberg als beste Nachwuchsmannschaft mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

Aufstieg der I. Damen- und der I. Herren-Fußballmannschaft in die Landesliga.
Aufstieg der I. Damen-Handball in die Landesliga gleich Durchmarsch in die Verbandsliga.

2000 Auflösung der Handballspielgemeinschaft mit TuS Niederwermelskirchen.

2002 75 Jahre Handball in der Turngemeinde und 25 Jahre Damen-Handball.

Aufstieg der I. Damen-Handballmannschaft in die Oberliga.

März 2004

Aufstieg der 1. Herren-Handballmannschaft am 08. Mai 2004

2003 Die Turngemeinde erhält die Qualifikation „Sport PRO Gesundheit“ des Deutschen Sportbundes und den „Pluspunkt Gesundheit“ des Deutschen

Turnerbundes.

2004 Landesliga-Jazz-Tanz-Turnier am 27.März 2004 in der Max-Siebold-Sporthalle Sponsorenlauf 15. Mai

2007 Die Turngemeinde Hilgen, die Burscheider TG und der TV Witzhelden gründen im Jugendbereich eine Handball-Spielgemeinschaft
unter dem Namen „Bergische Panther“.

2008 Weibliche C-Jugend wird Mannschaft des Jahres in Burscheid. Eggert Schiffler wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

2009 Das Spieljahr 2008/2009 wird zu einem der erfolgreichsten der Turngemeinde. Die erfolgreichen Mannschaften werden am 19. Juni 2009 bei einem Empfang durch den Bürgermeister geehrt:

• weibliche D-Jugend der Bergischen Panther für ihre Niederrhein-Vicemeisterschaft im Hallenhandball
• weibliche C-Jugend für ihre Kreismeisterschaft,
• weibliche B-Jugend für ihre Niederrhein-Meisterschaft und die westdeutsche Vice-Meisterschaft,
• zweite Damen-Fußballmannschaft für die Kreismeisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksklasse,
• zweite Herren-Handballmannschaft für die Meisterschaft in der Kreisliga und damit Aufstieg in die Bezirksliga,
• die erste Herren-Handballmannschaft für die Niederrhein-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga, der Spielklasse nach der 1. und 2. Bundesliga.

Die Spielgemeinschaft „Bergische Panther“ wird vertraglich auch auf den Seniorenbereich der Vereine TG Burscheid, TV Witzhelden und TG Hilgen erweitert.

Weibliche C-Jugend wird Mannschaft des Jahres in Burscheid.

2010 Hilgen feiert 500 Jahre. An den Aktivitäten und dem großen Umzug ist auch die TGH beteiligt. Aschenplatz ade, Kuno-Hendrichs-Sportanlage erhält Kunstrasenplatz.

2011 Im Seniorenbereich scheidet der TV Witzhelden aus der Handball-Spielgemeinschaft „Die Panther“ aus.

2012 REHA-Sport wird im Breitensport angeboten. Die TGH wird Mitglied im Behinderten-Sportverband Nordrhein-Westfalen e.V.

2014 110 Jahre Turngemeinde Hilgen 04 e.V.

Die Turngemeinde Hilgen ist in ihrer über 110jährigen Geschichte stetig gewachsen, hat Höhen und Tiefen erlebt und gemeistert. Sie wird auch in Zukunft die ihr gestellten Anforderungen annehmen, ihre Angebote der jeweiligen Zeit anpassen und ihre sportliche und gesellschaftspolitische Aufgabe erfüllen.

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